Profil

Nach dem Abitur war ich zunächst drei Jahre als Grundschullehrerin (1. und 2. Staatsprüfung) tätig. Da ich mich stets für die „speziellen“ Kinder – Ausländer, Lernschwache, Außenseiter usw. – interessierte, entschloss ich mich zu einem Psychologiestudium, das ich in Heidelberg begann und in Düsseldorf abschloss.
Die gesellschaftliche Aufbruchstimmung nach der Studentenbewegung gab mir die Möglichkeit, aktiv bei der Konzeptionalisierung und dem Aufbau zunächst einer kinderpsychiatrischen Station am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und später beim Aufbau einer anthroposophischen Erziehungsberatungsstelle in einem sozialen Brennpunkt mithelfen zu können.

Selber in der Nachkriegszeit mit vielfältigen Entbehrungen aufgewachsen beeindruckte mich die achtsame und würdevolle Einstellung, mit der die Waldorfpädagogik Kindern begegnet. Während meiner Ausbildung zur Waldorflehrerin konnte ich durch Lernen von Sprüchen und Spielen, durch Erzählen von Märchen und vielerlei künstlerische Betätigungen einen nährenden Teil meiner Kindheit nachholen. So wurde ich nach Eheschließung und Geburt meiner Tochter eine Zeitlang zur „Waldorfmutter“. Ich fertigte Puppen und Märchenbühnen an und ging mit unserer Puppenbühne auf Tournee. Ich lernte die Heileurythmie kennen und begann (anfangs nur fast) täglich zu meditieren.
Zur gleichen Zeit waren ein bis zwei Tage der Woche meiner Ausbildung zur analytischen Psychotherapeutin gewidmet. Als meine Tochter 6 Jahre alt war (1986), konnte ich mich als analytische Psychotherapeutin mit Kassenzulassung für Einzelne und Gruppen im Ruhrgebiet niederlassen.

Infolge einer persönlichen Krise wurde 1996/97 eine Auszeit für mich notwendig. Glückliche Umstände ermöglichten mir einen neunmonatigen Indienaufenthalt mit Besuch mehrerer Ayurvedakliniken und Meditationszentren. Im Yogatherapie-Zentrum in Lonavla (mit angegliederten Krankenhaus) hatte ich für einige Monate Gelegenheit zu beobachten, wie dort die meisten Erkrankungen fast ausschließlich mit Yoga therapiert werden. So entschloss ich mich wieder zurück in Deutschland für eine dreijährige Ausbildung zur Yogalehrerin.

Zunehmend integriere ich Elemente von achtsamem, therapeutischen Yoga in die Begleitung meiner Patienten und nehme wahr, wie der Wechsel vom Gespräch zur Körperübung oder Meditation neue Energien erschließt.
Gerne nutze ich Gelegenheiten, um in Vorträgen oder Seminaren meine in der Praxis gewonnenen Erfahrungen an psychotherapeutische Kollegen und/oder Yogalehrer weiterzugeben.

In einem Interview mit dem systemisch ausgebildeten Therapeuten Jörg Fuhrmann erklärt Regina Weiser, wieso sie achtsames Yoga in der traumatherapeutischen Arbeit so wichtig findet und wie sie dazu gekommen ist.

Ich spende einen Teil meiner Seminar-Einnahmen  an das Quinoa-Schul-Team, weil ich davon überzeugt bin, dass trotz traumatisierender Erfahrungen ein selbstbestimmtes und gelingendes Leben möglich ist.  Durch die Übernahme einer Schüler-Patenschaft kann ich miterleben, wie aus Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen selbstbewusste junge Menschen werden.
www.quinoa-bildung.de


Seit etwa zwei Jahren arbeite ich beim Bundesministerium für FSFJ in der Clearingstelle für die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich mit. Die Sitzungen bestehen jeweils aus einem Arzt(w/m), einem Jurist (w/m), einem Psychotraumatherapeuten (w/m), einem Betroffenem (w/m) und einer Mitarbeiterin des Ministeriums. Im Rahmen des "EHS - ergänzendes HilfeSystem" können Betroffene, die zum Zeitpunkt des sexuellen Missbrauchs in Deutschland minderjährig waren, einen Antrag (anonym) auf Entschädigung stellen. Ob es um von der Kasse nicht erstattete Therapie oder andere die frühe Schädigung wieder heilende Maßnahmen geht, es können bis 10 000 € ausgezahlt werden. Manchmal ist bereits die Anerkennung als Verbrechen durch eine Behörde und die Würdigung des Leid entlastend. Leider ist die Wartezeit aufgrund der großen Anzahl und der ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr lang. Hier wird übrigens auch eine Therapie oder Weiterbildung in TSY als hilfreich und erstattungsfähig anerkannt. Nähere Infos: www.fonds-missbrauch.de


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Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

(aus China)





































Kontakt:        
eMail: reginaweiser@web.de


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